Pädagogische Fach- oder Hilfskräfte / Pflegefach- oder Hilfskräfte (m/w/d)

für unser AWO Wohn- und Pflegeheim Marienweiher.


Für unser Wohn- und Pflegeheim für erwachsene Menschen mit schwerer Behinderung in Marienweiher suchen wir ab sofort Erzieher/innen, Heilerziehungspfleger/innen, Alten- oder Krankenpfleger/innen, HEP-Helfer/innen, Pflegefachhelfer/innen oder Kinderpfleger/innen (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit (Vollzeit = 38,5 Std./Woche; Teilzeit verhandelbar) in unbefristeter Anstellung.

 

Das sind Ihre Aufgaben:

  • Mitarbeit im Gruppendienst
  • Nachtwachen-Dienste
  • Ausübung von pädagogischen und pflegerischen Aufgaben

Das sollten Sie mitbringen:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung als in einem der genannten Berufe oder ein als gleichwertig anerkannter Berufsabschluss (m/w/d)
  • hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz im Umgang mit den Bewohner/innen, Angehörigen und Kolleg/innen
  • Freude am wertschätzenden Umgang mit Menschen
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zum Schichtdienst und Wochenendarbeit

Das bieten wir Ihnen:

  • ein interessantes und vielseitiges Aufgabengebiet mit persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten
  • eine zukunftsorientierte Anstellung
  • Arbeiten mit engagierten Kolleginnen und Kollegen bei einem führenden Sozialverband in Oberfranken
  • gute Fort- und Weiterbildungsangebote
  • tarifliche Vergütung nach TV AWO Bayern (Tarifvertrag für die Arbeiterwohlfahrt in Bayern) mit Jahressonderzahlung
  • vermögenswirksame Leistungen
  • betriebliche Altersversorgung mit hohem Arbeitgeberanteil
  • 30 + 2 Tage Urlaub im Jahr
  • vergünstigte Angebote im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Angebot des Fahrrad-Leasings über BusinessBike
  • 50 % Zuschuss zu Kindergarten-/-krippenbeiträgen in AWO-eigenen Einrichtungen
  • vergünstigtes Mitarbeiteressen
  • am 24.12. und 31.12. dienstfrei (bzw. Freizeitausgleich an einem anderen Tag)

Nähere Infos zur Stelle erhalten Sie von: Claudia Glatz, Tel. 09255 / 96 30 95

Bewerbungen bitte per Mail (ausschließlich PDF-Format in einer Datei zusammengefasst) an:
Sibylle Wulf, bewerbung@awo-ku.de

Praktikant/in (m/w/d)

für den Raum Kulmbach in der Frühförderung (FFÖ) oder Sozialmanagement/Führung jeweils kombiniert mit der zweiten Stelle Koordination Dienste an Schulen (DaS).


Für das Sommer- oder Winterssemester – egal ob Praxissemester oder studienbegleitendes Praktikum – suchen wir in der Frühförderung kombiniert mit der Koordinationsstelle Dienste an Schulen (Ganztagsbetreuung) oder im Bereich Sozialmanagement / Führung kombiniert mit der Koordinationsstelle Dienste an Schulen (Ganztagsbetreuung) für den Raum Kulmbach ab sofort einen Praktikanten oder eine Praktikantin.

 

Das sind Ihre Aufgaben:

Unterstützung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen:

  • Förderung und Begleitung vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt (FFÖ)
  • Ganztagsbetreuung (DaS)
  • auch bei beiden: organisatorischer Leitungsbereich

oder

  • Sozialmanagement / Führung
  • Ganztagsbetreuung (DaS)
  • auch bei beiden: organisatorischer Leitungsbereich

Das sollten Sie mitbringen:

  • Interesse für beide Aufgabenbereiche
  • Empathie im Miteinander mit den Kindern, Angehörigen und Kolleg/innen
  • Freude am wertschätzenden Umgang mit Menschen
  • dienstleistungsorientiertes Handeln

Das bieten wir Ihnen:

  • ein interessantes und vielseitiges Aufgabengebiet mit persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten
  • Einblick in einem zukünftigen Arbeitsbereich der Sozialen Arbeit
  • Arbeiten mit engagierten Kolleginnen und Kollegen bei einem führenden Sozialverband in Oberfranken
  • selbstständiges Arbeiten
  • intensive Praktikantenanleitung
  • tarifliche Vergütung nach TV AWO Bayern (Tarifvertrag für die Arbeiterwohlfahrt in Bayern) → nur Praxissemester (400,- € pro Monat)
  • Teilnahme an Seminaren / Tagungen und Fortbildungsangeboten

Nähere Infos zur Stelle erhalten Sie von: Pia Hempfling, Tel. 0175 / 76 30 951

Bewerbungen bitte per Mail (ausschließlich PDF-Format in einer Datei zusammengefasst) an:
Sibylle Wulf, bewerbung@awo-ku.de.

Erzieher/innen / Heilerziehungspfleger/innen / Krankenpfleger/-schwestern (m/w/d)

im Rehbergheim der Mathilde Trendel Stiftung, Internat für geistig und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche in Kulmbach.


Für die Nachtbereitschaft in unserem Rehbergheim der Mathilde Trendel Stiftung in Kulmbach suchen wir ab sofort Erzieher/innen, Heilerziehungspfleger/innen oder Krankenpfleger/-schwestern (m/w/d) auf geringfügiger Basis oder in Teilzeit (bis 30 Std./Woche).

Das sind Ihre Aufgaben:

  • Betreuung und Assistenz von Kindern und Jugendlichen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung während der Nacht, nach individuellem Bedarf
  • Begleiten, Unterstützen und Versorgen der Bewohner/innen; kompetente/r Ansprechpartner/in in persönlichen Anliegen
  • selbstständiges, individuelles pädagogisches Planen und Handeln im Sinne der vorgegebenen Erziehungsziele und unserer Konzeption
  • Planung, Dokumentation und Reflektion der pädagogischen Arbeit
  • Kernarbeitszeiten: 21:00 Uhr bis 6:00 Uhr; Montag bis Freitag, am Wochenende und feiertags (nach Schichtplan)

Das sollten Sie mitbringen:

  • abgeschlossene Ausbildung als Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Krankenpfleger/-schwester (m/w/d) oder eine gleichgestellte Qualifikation
  • dienstleistungsorientiertes Handeln
  • Empathie im Miteinander mit den Kindern, deren Angehörigen und Kolleg/innen
  • Freude am wertschätzenden Umgang mit Menschen
  • Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddienst

Das bieten wir Ihnen:

  • ein interessantes und vielseitiges Aufgabengebiet mit persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten
  • eine zukunftsorientierte Anstellung
  • Arbeiten mit engagierten Kolleginnen und Kollegen bei einem führenden Sozialverband in Oberfranken
  • gute Fort- und Weiterbildungsangebote
  • tarifliche Vergütung nach TV AWO Bayern (Tarifvertrag für die Arbeiterwohlfahrt in Bayern) mit Jahressonderzahlung
  • vermögenswirksame Leistungen
  • betriebliche Altersversorgung mit hohem Arbeitgeberanteil
  • 30 +2 Tage Urlaub im Jahr
  • vergünstigte Angebote im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Angebot des Fahrrad-Leasings über BusinessBike
  • 50 % Zuschuss zu Kindergarten-/-krippenbeiträgen in AWO-eigenen Einrichtungen
  • vergünstigtes Mitarbeiteressen

Nähere Infos zur Stelle erhalten Sie von: Stefanie Daum, Tel. 09221 / 75 505

Bewerbungen bitte per Mail (ausschließlich PDF-Format in einer Datei zusammengefasst) an:
Sibylle Wulf, bewerbung@awo-ku.de

Erzieher/in / Heilerziehungspfleger/in (m/w/d)

im Rehbergheim der Mathilde Trendel Stiftung, Internat für geistig und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche in Kulmbach.


Für unser Rehbergheim der Mathilde Trendel Stiftung, Internat für geistig und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche in Kulmbach suchen wir ab sofort eine/n Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in in Teilzeit (aktuell 35 Std./Woche).

Das sind Ihre Aufgaben:

  • pädagogische Arbeit im Gruppendienst mit Kindern und Jugendlichen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung
  • Strukturierung des Alltags der Kinder und Jugendlichen
  • Förderung im Lebens- und Gruppenalltag
  • Freizeitgestaltung und -Erziehung
  • selbstständiges, individuelles pädagogisches Planen und Handeln im Sinne der vorgegebenen Erziehungsziele und unserer Konzeption
  • Planung, Dokumentation und Reflektion der pädagogischen Arbeit

Das sollten Sie mitbringen:

  • abgeschlossene Ausbildung als Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in (m/w/d) oder eine gleichgestellte Qualifikation
  • dienstleistungsorientiertes Handeln
  • Empathie im Miteinander mit den Kindern, deren Angehörigen und Kolleg/innen
  • Freude am wertschätzenden Umgang mit Menschen
  • Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddienst

Das bieten wir Ihnen:

  • ein interessantes und vielseitiges Aufgabengebiet mit persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten
  • eine zukunftsorientierte Anstellung
  • Arbeiten mit engagierten Kolleginnen und Kollegen bei einem führenden Sozialverband in Oberfranken
  • gute Fort- und Weiterbildungsangebote
  • tarifliche Vergütung nach TV AWO Bayern (Tarifvertrag für die Arbeiterwohlfahrt in Bayern) mit Jahressonderzahlung
  • vermögenswirksame Leistungen
  • betriebliche Altersversorgung mit hohem Arbeitgeberanteil
  • 30 + 2 Tage Urlaub im Jahr
  • vergünstigte Angebote im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Angebot des Fahrrad-Leasings über BusinessBike
  • 50 % Zuschuss zu Kindergarten-/-krippenbeiträgen in AWO-eigenen Einrichtungen
  • vergünstigtes Mitarbeiteressen

Nähere Infos zur Stelle erhalten Sie von: Stefanie Daum, Tel. 09221 / 75 505

Bewerbungen bitte per Mail (ausschließlich PDF-Format in einer Datei zusammengefasst) an:
Sibylle Wulf, bewerbung@awo-ku.de

Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen (m/w/d)

für unseren Familienentlastenden Dienst in Kulmbach


Für unseren Familienentlastenden Dienst in Kulmbach suchen wir ab sofort aufgeschlossene, empathische und konsequente Persönlichkeiten zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung (m/w/d) in Teilzeit (Arbeitszeit stundenweise, nach Bedarfen der Familien).

Das sind Ihre Aufgaben:

  • Einzelbetreuung in der Familie oder Begleitung von Gruppenangeboten
  • pflegerische Tätigkeiten nicht bei allen Kindern/Jugendlichen notwendig; bei vielen Betreuung und Beschäftigung im Vordergrund

Das sollten Sie mitbringen: 

  • Vorerfahrung im sozialen oder pflegerischen Bereich wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig
  • Empathie im Miteinander mit den Kindern, Angehörigen und Kollegen
  • Freude am wertschätzenden Umgang mit Menschen

Das bieten wir Ihnen:

  • ein interessantes und vielseitiges Aufgabengebiet mit persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten
  • eine zukunftsorientierte Anstellung
  • Arbeiten mit engagierten Kolleginnen und Kollegen bei einem führenden Sozialverband in Oberfranken
  • steuer- und sozialversicherungsfreie Aufwandsentschädigung
  • Fahrtkostenerstattung
  • Ehrenamtlichentreffen zum Austausch

 

Nähere Infos zur Stelle erhalten Sie von: Lars Wagner-Einenkel, Tel. 09221 / 60 78 459 oder 0160 / 92 94 56 52

Bewerbungen bitte per Mail (ausschließlich PDF-Format in einer Datei zusammengefasst) an:
Sibylle Wulf, bewerbung@awo-ku.de.

Pressemitteilung

Kulmbach, 27. März 2024


Wenn aus Liebe Prostitution wird …
JaS-Fachtag klärt auf: „Gemeinsam gegen Loverboys“

Enkeltrick, Bestellbetrug, Phishing-Mails – alles Betrugsmaschen die mittlerweile nahezu jedem ein Begriff sind. Doch gerade seit Pandemiebeginn versuchen Betrüger vermehrt in sozialen Netzwerken und Online-Gaming-Portalen Kontakt mit ihren potentiellen, meist sehr jungen Opfern aufzunehmen. Unter anderem haben sogenannte „Loverboys“ auf solchen Plattformen immer häufiger Erfolg.

„Die Loverboy-Methode ist eine Form des Menschenhandels und somit eine schwere Straftat“, erklärt Diana Sachon, Projektkoordinatorin von JADWIGA. „Dabei spielt der Täter meist jungen Mädchen eine Liebesbeziehung vor, manipuliert sie gezielt und macht sie so emotional von sich abhängig.“ Zunächst werden Betroffene immer weiter von Freunden und Familie isoliert. Dann gibt der Täter vor, Schulden zu haben oder Hilfe zu brauchen, womit er sein Opfer unter Druck setzt. Am Ende wird Erpressung oder Gewalt angewendet, um die Person letztlich in die Prostitution zu zwingen.

Um auf die Gefahr der „Loverboy“-Methode aufmerksam zu machen und wie man sich und andere davor schützen kann, fand dieses Jahr der alljährliche JaS-Fachtag in der Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg zum Thema „Gemeinsam gegen Loverboys“ statt. Die Jugendsozialarbeiter*innen der Arbeiterwohlfahrt Kulmbach sowie der Geschwister-Gummi-Stiftung organisierten diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Fachberatungsstelle JADWIGA, die überwiegend Frauen und Mädchen unterstützt, die von Menschenhandel und Zwangsheirat betroffen sind.

„Häufig zählen Frauen und Mädchen zu den Opfern, doch jeder kann betroffen sein – unabhängig von Geschlecht und sozialer Herkunft“, betont Diana Sachon. Besonders anfällig sind allerdings Personen, die noch keine oder wenig Erfahrungen mit Liebesbeziehungen haben. Daher haben die Täter meist Minderjährige im Visier. Vor allem wenn junge Mädchen persönliche Krisen durchmachen, wie beispielsweise Mobbing, Streit in der Familie oder Probleme in der Schule, bietet das eine gute Angriffsfläche für den „Loverboy“. Denn zunächst wird das Opfer mit Anerkennung und Liebe regelrecht überhäuft: Du bist so schön. Ich fühl mich sehr wohl mit dir. Ich habe noch nie jemanden so geliebt wie dich. Ich tu alles für dich. Der Täter verbringt viel Zeit mit der Betroffenen. Und im nächsten Moment wird schlecht über Familie und Freunde gesprochen, ihr wird eingeredet, sie wären Gegner ihrer Beziehung, um sie so letztendlich immer weiter zu isolieren. Oft wird die Betroffene dann selbst ignoriert, beschimpft, es wird ihr gedroht. Behandelt er sie schlecht, versucht sie, ihm zu gefallen, indem sie das tut, was er verlangt, in der Hoffnung, dass es wieder so wird wie am Anfang der Beziehung. Durch diese sogenannte Traumabindung schafft der Täter eine emotionale Abhängigkeit und das Gefühl, der einzige Vertraute in ihrem Leben zu sein.

Sobald die Betroffene verliebt und vollkommen abhängig von ihm ist, beginnt die Ausbeutung. Relativ schnell verlangt der „Loverboy“ sexuelle Kontakte mit ihm oder mit angeblichen Freunden. Die Vorgehensweisen dabei können ganz unterschiedlich sein. Möglicherweise verlangt der Täter es als Gegenleistung für teure Geschenke, die er ihr gemacht hat. Oder er täuscht Hilfsbedürftigkeit vor und gibt ihr das Gefühl, die Einzige zu sein, die ihm dabei helfen könnte. Oder er erpresst sie mit zuvor versandten Nacktfotos. Doch ganz egal wie der „Loverboy“ dabei vorgeht – in allen Fällen handelt es sich um Cybergrooming, das heißt das gezielte Ansprechen einer Person im Internet mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung, und somit um eine Straftat.

„Der ‚Loverboy‘ ist in den meisten Fällen um einiges älter als sein Opfer. Während er immer mehr Informationen über die Betroffene sammelt, wirkt er selbst meist geheimnisvoll und gibt von sich eher wenig Persönliches preis“, erklärt Diana Sachon. Dennoch ist der Täter nicht immer eindeutig erkennbar. Sie betont: „Manchmal hat er sogar ein recht gutes Verhältnis zu den Eltern des Opfers, was es der Betroffenen oft noch schwieriger macht, die tatsächliche Absicht ihres angeblichen Partners zu erkennen.“

Deswegen machen Fachberatungsstellen wie JADWIGA insbesondere Eltern und Lehrkräfte auf Warnsignale bei Kindern und Jugendlichen aufmerksam. Wird das Kind nervös, sobald man im Handy mitlesen könnte? Werden im Chat anzügliche Komplimente gemacht? Erhält das Kind Nacktaufnahmen oder wird dazu aufgefordert solche zu verschicken? Möchte der Gesprächspartner das Kind treffen oder fragt nach persönlichen Informationen? Bekommt das Kind ein schlechtes Gewissen, wenn es ‚Nein!‘ sagt? Wenn eine oder mehrere dieser oder ähnlicher Fragen bejaht werden können, sollte man etwas genauer hinschauen. Auch äußere Veränderungen, wie neue teure Kleidung, Anzeichen von Gewalt oder sogar Tattoos können einen Hinweis darauf geben. Wenn das Kind noch mehr in sich gekehrt ist, sich allgemein anders verhält oder plötzlich Schulden hat, sollten Bezugspersonen ebenso hellhörig werden.

Doch was kann man im Fall der Fälle tun? „Je nach Phase sollte man sich als Außenstehender möglichst nicht zwischen den ‚Loverboy‘ und der Betroffenen stellen, da sich das Opfer im schlimmsten Fall komplett von seinen Angehörigen abkapseln könnte“, verdeutlicht Diana Sachon. Es fällt Betroffenen nicht leicht, sich Hilfe zu suchen, aus Angst, aus Schamgefühl, aufgrund der emotionalen Abhängigkeit und der Manipulation – sie denken, sie tun es freiwillig. Deswegen ist vor allem Geduld gefragt. Es kann sein, dass Hilfe anfangs immer wieder abgelehnt wird. Umso wichtiger ist es, mit der betroffenen Person in Kontakt zu bleiben, mit ihr zu sprechen, sie nicht alleine zu lassen. Sie braucht das Gefühl der Sicherheit, dass sie sich jederzeit anvertrauen kann, wenn sie sich bereit dazu fühlt. So kann das durch den Täter zerstörte Vertrauen langsam wiederaufgebaut werden. Die Betroffene muss erfahren, dass sie keine Schuld trägt und dass Gewalt in einer Beziehung nicht normal, sondern strafbar ist. Spezialisierte Meldestellen, wie JADWIGA, unterstützen, beraten und betreuen Betroffene als auch deren Angehörige gerne dabei.

Bevor was passiert – Präventive Tipps:

  • Social-Media-Profile auf „Privat“ stellen.
  • Keine persönlichen Daten angeben.
  • Profilnamen wählen, die wenig bis keine persönlichen Informationen verraten.
  • Standort nicht an Fremde versenden.
  • Webcam ausschalten.
  • Profile anderer genauer ansehen: Hat die Person viele Freund*innen? Hat sie keine Bilder? Ist sie noch in anderen sozialen Medien aktiv? Falls nein: lieber ignorieren und blockieren.
  • Aufdringliche Kontakte blockieren und melden.

Hilfe für Betroffene und Angehörige – Kostenlos, anonym und rund um die Uhr:

Der JaS-Fachtag findet jedes Jahr mit einem anderen Thema statt, welches von den Jugendsozialarbeiter*innen im Landkreis Kulmbach gemeinsam festgelegt wird. Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist die intensivste Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule. Sie soll sozial benachteiligte junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und fördern. Auch bei schwierigen sozialen und familiären Verhältnissen sollen dadurch die Chancen junger Menschen auf eine eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Lebensgestaltung verbessert werden. Die JaS wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Die bayernweite Kampagne „Gemeinsam gegen Loverboys“ wurde von der Fachberatungsstelle JADWIGA im Rahmen der „Bayern gegen Gewalt“-Initiative gestartet und wird ebenfalls aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Bildunterschrift: Nachdem Arne Poperl, JaS-Mitarbeiter der AWO Kulmbach (rechts), alle Anwesenden begrüßt hat, stellen die Referenten von JADWIGA, Stella Seitfudem (links) und Diana Sachon (mittig) die Fachberatungsstelle kurz vor.

Pressemitteilung

Kulmbach, 14. März 2024


VLEXsoftware spendet 3.000 Euro an die Kinder des Rehbergheims der Mathilde-Trendel-Stiftung                     

Freude und Abenteuer im Rehbergheim der Mathilde-Trendel-Stiftung in Kulmbach: Die Firma VLEXsoftware hat mit einer großzügigen Spende für strahlende Gesichter bei den Kindern und Jugendlichen gesorgt. Die Mittel wurden nach Absprache mit dem Spender für den Kauf von zwei besonderen Kettcars verwendet, die das Internat nun mit großer Begeisterung nutzt.

Die Kettcars sind nicht einfach nur Fortbewegungsmittel, sondern echte Traumfahrzeuge. Ein Kettcar in Form eines Geländewagens und das andere, das einem Traktor ähnelt, sorgen für abwechslungsreichen Fahrspaß. Zusätzlich wurden ein Kippanhänger sowie ein Anhänger mit Zusatzsitzen angeschafft, um vielen Kindern gleichzeitig die Fahrt zu ermöglichen.

Mit diesen neuen Gefährten können die Kinder und Jugendlichen des Rehbergheims nun das Gelände erkunden, auch auf unebenen Strecken mühelos unterwegs sein und dabei jede Menge Spaß haben. Da die Kettcars für eine breite Altersgruppe von 5 bis 99 Jahren geeignet sind, können alle Bewohner lange Freude daran haben. Wem das Treten zu anstrengend ist, kann auf den hinteren Sitzen platznehmen.

Die persönliche Spendenübergabe erfolgte durch Jens Pfeil-Schneider, einem der Geschäftsführer bei VLEXsoftware, der die strahlenden Gesichter der Kinder miterleben durfte. Als zusätzliches Dankeschön wurden die Mitarbeitenden zu einem Essen eingeladen. Die Kinder und Jugendlichen des Rehbergheims sowie deren Betreuer*innen möchten sich von Herzen bei der Firma VLEXsoftware bedanken. Diese großzügige Spende bereitet nicht nur den Kleinen eine riesengroße Freude, sondern trägt dazu bei, dass sie viele Stunden mit Freude und Abenteuern verbringen können.

Begeisterte Kinder und Jugendliche präsentieren Geschäftsführer Jens Pfeil-Schneider die neuen Kettcars bei der Spendenübergabe. Im Bild: Stefanie Daum (h.l.), Einrichtungsleitung des Rehbergheims der Mathilde-Trendel-Stiftung und Jens Pfeil-Schneider (h.r.), Geschäftsführer VLEXsoftware)jiko

Alle Termine im März und April

März

Kulmbacher Karrierekompass

DATUM: 9. März 2024
UHRZEIT: 10:00 - 18:00 Uhr
ORT: Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach, Sutte 2, 95326 Kulmbach

Ausbildungs- und Handwerksmesse Gesamtschule Hollfeld

DATUM: 13. März 2024
UHRZEIT: 17:00 - 19:00 Uhr
ORT: Staatliche Gesamtschule Hollfeld, Oberes Tor 18, 96142 Hollfeld

Tag der offenen Tür GGSD Bayreuth

DATUM: 16. März 2024
UHRZEIT: 10:00 - 13:00 Uhr
ORT: GGSD Bildungszentrum in Bayreuth, Wilhelm-Pitz-Straße 1/Gebäude N, 95448 Bayreuth

April

Kulmbacher Karrieremesse

DATUM: 20. April 2024
UHRZEIT: 10:00 - 14:00 Uhr
ORT: Carl-von-Linde-Realschule Kulmbach, Alte Forstlahmer Straße 16, 95326 Kulmbach

Boys' Day

DATUM: 25. April 2024
UHRZEIT: wird noch bekannt gegeben
ORT: wird noch bekannt gegeben

Pressemitteilung

Kulmbach, 20. Dezember 2023


„Ohrenschutz“ für die Werner-Grampp-Schule –
Rotary Club Kulmbach spendiert Schallschutzkopfhörer im Wert von 600 Euro

In einer kleinen Feierstunde bedankte sich die Werner-Grampp-Schule des AWO Förderzentrums in Kulmbach für eine großzügige Spende an Schallschutzkopfhörern beim Rotary Club Kulmbach.

„Probetragen“ war im Beisein der stellvertretenden Schulleitung Frau Martina Kalke gleich bei drei Kindern angesagt.

Musikalisch umrahmte ein Teil des Schulchores die Feierstunde. Herzlichen Dank für diese schöne Geste!

Bildunterschrift: Stellvertretend für den Rotary Club Kulmbach überreichten (v. r.) Horst Hohenner, Dr. Thomas Banse, Dr. Peter Bastobbe und Rüdiger Baumann neue Schallschutzkopfhörer an die stellvertretende WGS-Schulleitung Martina Kalke. Zwei Schüler und eine Schülerin trugen den Ohrenschutz gleich Probe.

Pressemitteilung

Kulmbach, 07. November 2023


Theaterpädagogisch das Miteinander stärken -
People´s Theater in der Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg

„Respekt ist, dass wir andere gut behandeln“, antwortet ein Fünftklässler auf die Frage, ob jemand wüsste, was das Wort bedeutet. Seine Mitschüler stimmen ihm mit einem leichten Kopfnicken zu. Aber wie genau sieht das in der Praxis aus?

Freundschaft, Ermutigung, Ehrlichkeit und Zusammenarbeit sind Werte, die für ein gutes Miteinander wichtig sind. Durch das theaterpädagogische Projekt „Willkommen im WIR!“ des People´s Theater sollen diese Eigenschaften anhand von gespielten Szenen den Schülerinnen und Schülern der fünften bis achten Klassen der Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg nähergebracht werden. An jedem der vier Tage steht einer dieser Werte im Mittelpunkt des Mitmach-Theaters.

Am ersten Tag ist es die Freundschaft, die im Fokus steht. Nach zwei Aufwärm-Spielen wird eine kurze Szene vorgespielt: Der elfjährige Lars (gespielt von Tom Ehman) ist niedergeschlagen, weil sich seine Eltern gestritten haben. Sein guter Freund Ole (gespielt von Alfonso Lara) tröstet und lobt ihn dafür, dass er sich für andere gerne einsetzt. Um ihn abzulenken, bietet er Lars an, am Samstag eine Bastelaktion zu starten, um sich darauf zu konzentrieren, welche positiven Seiten man an seinen Eltern am meisten schätzt. Plötzlich kommt eine Mitschülerin namens Nora (gespielt von Toni Buchwald) hämisch lachend in den Raum. „Habt ihr schon Olgas neue Frisur gesehen? Das sieht ja so komisch aus! Aber bei der Mutter ja kein Wunder“, spottet sie. Lars freut sich, sie zu sehen, steht auf, geht auf sie zu, während Ole sie auffordert, sie solle aufhören so zu reden. „Denkst du etwa, du bist was Besseres?“, fragt Nora Ole rhetorisch, zerreißt sein gebasteltes Papier und lässt die Schnipsel über seinen Kopf runterfallen. Dann wendet sie sich Lars zu und lädt ihn für Samstag ins Schwimmbad ein – zur selben Zeit, in der auch die Bastelaktion stattfindet. Wofür entscheidet sich Lars?

Nach der Szene fragt Moderator Tom Ehman die Schülerinnen und Schüler, wie sich die einzelnen Personen wohl fühlten und warum Noras Verhalten nicht in Ordnung sei? „Weil Ole sich traurig, ausgeschlossen und verletzt gefühlt hat“, sind sich die Kinder der Klasse 5aG einig. Außerdem würden sie lieber zum Basteln gehen statt ins Schwimmbad, weil Ole anderen helfen möchte, während Nora es „cool“ findet, über andere zu lästern. Schüler Conner und Schülerin Milena dürfen daraufhin selbst in Aktion treten und es zusammen mit den Schauspielern praktisch zeigen. „Warum willst du mit diesem Loser solchen Kinderkram machen?“, stichelt Nora diesmal. Beide Kinder reagieren ähnlich und betonen, wie wichtig es ihnen ist, Versprechen zu halten und für ihren Freund da zu sein.

Danach stellt Tom Ehman die Frage in die Runde: „Was macht einen guten Freund für euch aus?“ Respektvoll miteinander umzugehen, offen zu seinen Freunden zu stehen, füreinander da zu sein, Geheimnisse für sich zu behalten – sind nur einige Antworten, die die Schüler sofort äußerten. Eine Schülerin betont: „Meine Freundin muss ehrlich zu mir sein!“ Und weil sich das im Grunde jeder wünscht, ist das auch genau das, was die Kinder an dem ersten Tag des Theater-Programms gelernt haben: Wenn man andere respektvoll behandelt, kommt man leichter miteinander aus.

Bild 1: (v. r.) Schulleiter Mathias Liebig, JaS-Fachkraft Sandra Flügel, AWO Fachbereichsleitung für Jugend- und Behindertenhilfe Ruth Neubauer und Leiterin des AWO Kreisjugendwerkes Manuela Schilling begrüßen zusammen mit den Schüler*innen der Mittelschule Neuenmarkt Wirsberg die Darsteller des People´s Theater: Alfonso Lara, Tom Ehman und Toni Buchwald.

Bild 2: Nachdem Animateurin Toni Buchwald (zweite v.r.) zu Beginn mit Aufwärmspielen die Stimmung gelockert hat, fragt Moderator Tom Ehman (rechts) die Klasse, welche Umgangsregeln während der Theatervorstellung gelten sollen. Alfonso Lara (an der Tafel) hält die von den Schülerinnen und Schülern gesammelten Verhaltensregeln schriftlich an der Tafel fest.

Bild 3: Moderator Tom Ehman interviewt Schüler Conner, warum er in der zuvor gespielten Szene Stellung für Ole bezogen hat.

Bild 4: Schülerin Milena (Mitte) beweist sich in der gespielten Szene gegen Nora, gespielt von Toni Buchwald (rechts) und setzt sich für ihren Freund Ole ein. Ole alias Alfonso Lara (links) hört dem Gespräch aufmerksam zu.


Das Projekt „Willkommen im WIR!“ wurde von der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Kulmbach zusammen mit dem People‘s Theater, der Schule, dem AWO Kreisjugendwerk und der AWO Jugendsozialarbeit koordiniert.

Das theaterpädagogische Projekt wurde von drei bzw. vier jungen Darstellerinnen und Darsteller im Freiwilligendienst (FSJ/BFD/EFD) umgesetzt. Das People’s Theater aus Offenbach ist Träger des hessischen Präventionspreises und wurde als eines der erfolgversprechendsten sozialen Vereine in Deutschland ausgezeichnet (Bundessieger start social).

Finanziert wird das Projekt durch die Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium. Weitere Informationen finden Sie unter www.demokratie-leben.de. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

Das Programm „Jugendsozialarbeit an Schulen“ wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.